Ausgabe 83: Telenovelas

Wir sind, was wir sehen


Artikel zum Lesen

Wenn der eigene Körper tabu ist

Gesellschaft


Restriktive Abtreibungsgesetze in Lateinamerika verletzen fundamentale Menschenrechte

 von Maja Liebing

In vielen Ländern Lateinamerikas existieren veraltete Gesetzgebung zum Schwangerschafts-abbruch. Deren fatale Folgen werden aber oft ignoriert. Anstatt die Gesundheit von Frauen und Mädchen zu beschützen, wie es solche Gesetze eigentlich vorgesehen haben, werden Leben aufs Spiel gesetzt. Die Betroffenen können damit ihr Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper nicht wahrnehmen und klischeehafte Frauenbilder werden weiter verfestigt.

A la telenovela vamos para saber quiénes somos

Schwerpunkt


«Familia y religión, amor y fe, destino como la fuente de toda verdad.»

 por Omar Rincón

La telenovela en su modo de relato es la marca de nuestros tiempos televisivos: amor, narco y conspiración. Su forma de narrar, su estética y su lenguaje hacen parte de otros géneros, de nuestra

vida cotidiana y hasta de la política. Todo deviene telenovela.

Tequila-Jazz

Kultur


Ein Gespräch über Wurzeln, Identität und das Vermischen von Musikstilen

von Torsten Eßer

Die Band Troker aus Mexiko legte auf der diesjährigen Musikmesse jazzahead einen fulminanten Auftritt hin. Nachdem den Zuhörern die Gehörgänge freigepustet waren, fingen viele an zu tanzen (und einige verließen den Saal). Im Interview mit Matices sprach die Band über ihren Hard-Groove-Jazz.



Kaum ein Fernsehformat ist weltweit so erfolgreich wie die Telenovela. Dabei könnten ihre Zutaten auf den ersten Blick kaum einfacher sein: Liebe, Lügen, Leidenschaft. Doch gerade das macht die Telenovela zu einem festen Genre, das in Lateinamerika ihren Ursprung hat und mittlerweile auch in Europa, Asien und den USA zum festen Repertoire der Fernsehsender gehört. Der Begriff „Telenovela“ wurde exportiert, auch in Deutschland wird er längst nicht mehr mit „Serie“ übersetzt. In Lateinamerika laufen Telenovelas täglich, von einigen gibt es tausende Folgen und in vielen Familien gehört die Lieblingstelenovela zum festen Tagesordnungspunkt, der zwei oder drei Generationen vor dem Fernseher zusammenkommen lässt. Die Telenovela gilt deshalb auch als Genre für die Massen. Dadurch kommt ihr nicht immer die Aufmerksamkeit zu, die sie verdient. Denn trotz ihrer einfachen Handlung, ist die Telenovela ein wichtiges Medium, in dem gesellschaftlich relevante Themen verhandelt werden. 

 

In dieser Ausgabe werden unter anderem das spezielle Format der historischen Telenovela in Mexiko behandeln, das geschichtliche Fakten mit Liebesgeschichten, Familiendramen und Happy Ends vereint. Auch der Einfl muss der kolumbianischen Telenovelas wird thematisiert, wobei sich Fragen nach Identität, Öffentlichkeit und sozialer Kommunikation mischen. Neue Entwicklungen im Genre gibt es auch: welche Möglichkeiten in den typischen Strukturen der Telenovela liegen, zeigt sich im argentinischen Experiment einer „teatro-novela“.

 

Gonzalo Ariza | Una mística del paisaje en la historia del arte colombiano


En los años ’30, el pintor colombiano Gonzalo Ariza, en busca de una expresión artística que pueda abrir nuevos horizontes en el debate sobre la identidad cultural latinoamericana, decide viajar hacia Oriente. Del íntimo encuentro entre la realidad colombiana y la japonesa nace una propuesta estética inédita y singular, con un único protagonista: el paisaje.  

Artículo por Valentina Ariza Moreno


Gesellschaft:

  • Wenn der eigene Körper tabu ist. Restriktive Abtreibungsgesetze in Lateinamerika verletzen fundamentale Menschenrechte | von Maja Liebing
  • Tanto secreto. TPP o la forma en que Estados Unidos utiliza acuerdos para llegar a Asia | Artículo de opinión de Andrea Peña
  • Ein Erbe der Kolonialzeit. Hausangestellte in Brasilien | von Ines Eisele
  • Wer ist eigentlich? Máxima Acuña de Gaupe | von Mila Brill
  • Länderberichte: Dominikanische Republik/Haiti, Ecuador, Spanien, Kolumbien

Schwerpunkt:  Telenovelas. wir sind, was wir sehen

  • Die Telenovela. Versandet im deutschen Programm | von Tanja Weber
  • A la telenovela vamos para saber quiénes somos | por Omar Rincón
  • Telenovelas brasileiras: educativas ou alienantes? | Uma análise crítica de Rui Pizarro
  • Bienvenidos a la tierra bizarra. Un experimento argentino entre dos géneros | por Rafael Spregelburd
  • As Telenovelas brasileiras em Portugal O Brasil no quotidiano dos portugueses | de Isabel Ferin Cunha
  • E tudo começou com Gabriela. As Telenovelas Brasileiras e a Erotização da mulher | de Luiza Elayne Azevedo Luíndia
  • El pasado colectivo y la telenovela histórica mexicana. El drama humano en la historia nacional | por María de los Ángeles Rodríguez Cadena
  • Voces directas: Bei mir zu Hause schauten wir auch alle Telenovelas!

Kultur:

  • Gonzalo Ariza. Una mística del paisaje en la historia del arte colombiano | por Valentina Ariza Moreno
  • Ich werde tanzen, aber so wie ich will. Torobaka – Israel Galván trifft Akram Khan. Ein Tanzgastspiel am Schauspiel Köln | von Dirk Ufermann
  • Eine Nacht, die alles verändert. Regisseur Germán Tejeira über die Filmszene in Uruguay | von Verena Schmöller
  • Zwischen Organhandel und Trauerarbeit. Neue Filme aus Mexiko und Kolumbien in Locarno | von Ute Mader
  • Tequila-Jazz. Ein Gespräch über Wurzeln, Identität und das Vermischen von Musikstilen | von Torsten Eßer

Rezensionen:

  • Musiktipps
  • La mucama de Omicunlé. Ciencia ficción y Caribe
  • Die Verbrannten. Migrationshölle Mexiko
  • Postkoloniale Theorie. Wieso eine Neuauflage?
  • Movimiento. Mit dem Rucksack durch Lateinamerika
  • Post aus Marsella, Kolumbien